Funktionaler, ausführlicher und tabellarischer Lebenslauf

Der Lebenslauf ist neben dem Bewerbungsanschreiben der wichtigste Bestandteil der Bewerbungsunterlagen. Doch welche Arten von Lebensläufen gibt es? Erfahren Sie zudem, wie ein tabellarischer Lebenslauf aufgebaut und inhaltlich gegliedert wird.

Funktionaler, ausführlicher und tabellarischer Lebenslauf

Der Lebenslauf informiert lückenlos über Ihren persönlichen und beruflichen Werdegang. Er muss klar gegliedert sein, um dem Leser einen schnellen Überblick zu ermöglichen. Das Wesentliche muss übersichtlich und in der richtigen Reihenfolge dargestellt werden.

Sie dürfen nichts verfälschen oder verbergen! Sie können natürlich Ihren Lebenslauf ein wenig „schminken“. Achten Sie aber darauf, dass keine Lücken entstehen

Der Lebenslauf sollte mit Computer oder Schreibmaschine geschrieben werden. Der Umfang erstreckt sich auf ein bis maximal zwei Seiten. Zusätzlich kann ein Deckblatt angelegt werden, welches Ihre persönlichen Angaben und das Bewerbungsfoto beinhaltet.

Welche Lebenslauf-Arten gibt es?

Es gibt den funktionalen, den ausführlichen und den tabellarischen Lebenslauf. Im funktionalen Lebenslauf werden Berufstätigkeit und Ausbildung(en) in Blöcken zusammengefasst.

Der ausführliche Lebenslauf wird handgeschrieben in Absatzform gestaltet. Diese Art des Lebenslaufes fasst alle Informationen in einem Text zusammen.
Tipp: Erstellen Sie zuerst einen tabellarischen Lebenslauf und leiten Sie daraus den ausführlichen Lebenslauf ab. Nur auf ausdrücklichen Wunsch sollten Sie diese Form wählen!

Am gebräuchlichsten ist der tabellarische Lebenslauf. Dieser kann chronologisch oder antichronologisch (letzte Tätigkeit zuerst) strukturiert werden. Der antichronologische Aufbau empfiehlt sich, wenn Sie einen umfangreichen Berufsweg vorzuweisen haben.

Schneiden Sie den Lebenslauf auf das jeweilige Unternehmen und die Tätigkeit zu. Den allgemeingültigen Musterlebenslauf gibt es nicht!

Inhalt des tabellarischen Lebenslaufes

Grundsätzlich ist von doppelten Formatierungen, wie zum Beispiel fett und unterstrichen abzusehen.

Eingeleitet wird der Lebenslauf mit der Überschrift "Lebenslauf". Die Ausrichtung ist Ihnen überlassen (linksbündig oder zentriert).
Oben rechts wird in der Regel das Bewerbungsfoto angebracht.

Anschließend folgen die einzelnen Gliederungspunkte.

Persönliche Daten
Name: Titel/Diplomgrad, Vor- und Zuname
Anschrift: Musterstraße 4
01800 Musterdorf
Telefon: …
E-Mail: …

Geburtsdatum und -ort: 10.06.1978 in Musterdorf
Bei Ausländern ist zusätzlich das Land anzugeben.
Staatsangehörigkeit: Nur angeben, wenn sich die Staatsangehörigkeit nicht aus dem Namen ableiten lässt.
Familienstand: ledig/verheiratet/…, Anzahl der Kinder, Alter der Kinder

Die folgenden Gliederungspunkte sind als Beispiel zu verstehen und sind, je nach Werdegang, unterschiedlich zu strukturieren. Es gilt: Geben Sie nicht nur Zeiträume an, sondern auch Aufgabenbereiche und Erfahrungen

Schulische Ausbildung
[Jahreszahlen] Name, Ort und Typ der Schule mit Abschluss
Die Abschlussnote wird in Klammern angegeben.

Beispiel:
Goethe Gymnasium in Bischofswerda, Abschluss: Abitur (2,0)

Grundwehrdienst/Zivildienst
[Monat/Jahr] Gehen Sie insbesondere auf den Tätigkeitsbereich
ein.

Beispiel:
Wehrpflichtiger, Tätigkeit als Militärkraftfahrer in Eggesin

Berufliche Ausbildung
[Monat/Jahr] Unternehmen mit (eventuell) Ausbildungsort, Art der Ausbildung, Abschluss
Studium
[Monat/Jahr] Name der Fachhochschule bzw. Universität
Studiengang/-fach
Vertiefungsrichtung
Abschluss mit Note
eventuell Thema der Arbeit und Promotion
Praktika
[Monat/Jahr] Unternehmen, Ort und Tätigkeitsbereich
Beruflicher Werdegang
[Monat/Jahr] Unternehmen, Ort sowie eine kurze Darstellung der Aufgabenbereiche
Heben Sie Aufgaben hervor, die für die angestrebte Stelle relevant sind.
Berufliche Weiterbildung
[Monat/Jahr] Art und Abschluss (zum Beispiel Seminare)

Weitere Gliederungspunkte könnten sein:

Auslandserfahrungen oder -reisen
Sprachkenntnisse
EDV-Kenntnisse
Interessen und Hobbys Angabe von Hobbys, die für die angestrebte Stelle relevant sind. Vermeiden Sie Risikosportarten, wie Fallschirmspringen o.ä.
Referenzen
Sonstiges Beschreibung von Tätigkeiten, die unter keinen anderen Gliederungspunkt fallen.

Tipp:

Vermeiden Sie Angaben der Art "seit 06/2004 arbeitslos". Beschreiben Sie stattdessen, wie die Zeit in der Bewerbungsphase genutzt wurde (zum Beispiel Recherchen, Fortbildungen etc.).

Ort, Datum, Unterschrift Mit Ihrer Unterschrift bestätigen Sie die Richtigkeit und Aktualität der gemachten Angaben. Unterschreiben Sie leserlich mit Vor- und Zuname. Verwenden Sie keine Grußformel!

Abschlüsse und Befähigungen müssen durch Zeugniskopien belegt werden.

Vorteile des tabellarischen Lebenslaufes

  • verschiedene Bewerber lassen sich leicht miteinander vergleichen
  • schnelle Erfassung wichtiger Daten
  • viele Informationen lassen sich auf nur einer Seite unterbringen
  • Daten lassen sich schnell wiederfinden

Noch mehr zum Thema

  • Gliederung im Lebenslauf

    Gliederung im Lebenslauf

    Auflistung möglicher Kategorien und Rubriken im tabellarischen Lebenslauf sowie Beispiele zur Gliederung für Schüler, Auszubildende und Berufserfahrene.

  • Kurzlebenslauf

    Kurzlebenslauf

    Neben dem tabellarischen Lebenslauf kann bei der Bewerbung auch ein Lebenslauf in Kurzform gefordert sein. Doch wie sieht solch ein Kurzlebenslauf aus?

  • Sprachkenntnisse

    Sprachkenntnisse

    So werden Sprachkenntnisse im Lebenslauf aufgeführt. Als Bewertungsgrundlage für Fremdsprachenkenntnisse wird der Europäische Referenzrahmen genutzt.

Gern dürfen Sie diese Seite verlinken

Kopieren Sie den obigen Link und fügen Sie ihn in Ihre Webseite ein.

Kopieren Sie den obigen HTML-Code und fügen Sie ihn in Ihre Webseite ein.

Bitte klicken Sie in das Formularfeld, um den BBCode zu kopieren.